Mut zur Lücke war stets der Geist des Fortschritts. Daher wurde neben dem Herren-Team 2016/2017 kurzfristig auch eine Mixed-Mannschaft in der Stadtliga gemeldet. Ein Experiment, aber zwei Meisterschaften und damit zwei Aufstiege bis in die 1.Liga zeugen von einem vollen Erfolg. Ob das Team, das sich weiterhin nur zu den Spielen trifft, sich auch dort wird behaupten können, wird die neue Saison zeigen.

Höntrop sucht und bietet viel!

Der TB Höntrop sucht als einer der größten Sportvereine in Bochum Verstärkung für sein über vierzigköpfiges Übungsleiter- und Helfer-Team.

Hier => weiterlesen... 

Auch im sechsten und letzten Spiel der Rückrunde blieb das Mixed-Team des TB Höntrop ungeschlagen und schickte nach einer starken Leistung den Gast aus Grumme in die Abstiegsrelegation.

Nach einer holprigen Terminfindung für das bereits im Februar ausgefallene Spiel der 1.Stadtliga, konnte der TBH erneut nur auf sechs Spieler zurückgreifen. Für den Gast aus Bochum hingegen ging es nach der Niederlage im Nachholspiel gegen den neuen Meister VfL Telstar Bochum II darum mit einem Sieg die Abstiegsrelegation noch zu verhindern. Nach dem Sieg in der Hinrunde, als die Höntroper den Angriffen des SVE kaum etwas entgegen zu setzen hatte, schien dies auch nicht unmöglich. Mit neun Spieler war der Gast auch kadermässig gut aufgestellt und wurde zudem noch vom VfL Telstar Bochum III unterstützt, der aber nach dem gemeinsamen Aufstieg zusammen mit dem TB Höntrop ohne Sieg wieder zurück in die 2.Liga muss.

Da es den Höntropern im Vorfeld leider nicht gelang einen Anschreiber für das Spiel zu organisieren, wurden die zahlreich in der Halle vertretenden Gäste freundlich um Bedienung der Anzeigetafel gebeten. Dies wurde jedoch ziemlich unfreundlich zurückgewiesen. So wurde das Spiel ohne Anschreiber begonnen und der Spielstand von den Spielern gezählt. Da dies die Gäste auch nicht "toll" fanden erklärte sich nach dem ersten Satz doch noch jemand bereit die Anzeigentafel zu bedienen.

Spielerisch machte der Turnbund dort weiter, wo er zuletzt aufgehört hatte. Dabei hatten die drei zur Verfügung stehenden Damen nicht die besten Voraussetzungen an diesem Abend. Melanie stand in dieser Saison völlig ohne Training erstmals auf dem Feld, Alexandra war gerade erst von einer langen Pause aufgrund eines komplizierten Fingerbruchs zurückgekehrt und Michaelas Einsatz stand stark auf der Kippe, da sie sich kurz zuvor eine tiefe Schnittwunde im Haushalt zugezogen hatte. Auf Herrenseite waren die Vorausetzungen deutlich besser. Zwar stand Finn erst zum dritten Mal in dieser Saison im Mixed-Team, aber dafür waren Christian und Pascal durch die vielen Saisonspiele, die sie zusammen gemacht haben, fast optimal aufeinander eingestellt. Und da es in den Mixed-Spielen fast immer auf die Angriffsmöglichkeiten der Männer ankommt, war dies ein wichtiger Pluspunkt.

Allerdings zeigte die Mannschaft, die auch in ihrem dritten Stadtligajahr nicht zusammen trainiert, dass sie in gerade in der Rückrunde deutlich besser zusammengewachsen ist. Die Damen überzeugten mit guten Aufschlägen, guter Abwehr, einem sicheren Passspiel und erfreulich geschickten Aktionen im Angriff. Die beiden Jungs überzeugten mit einer tadellosen Annahme, gutem Blockspiel und einem starken Durchsetzungsvermögen im Angriff. Hier zeigte vor allem Finn immer wieder seine inzwischen erstklassige Übersicht auch in schwierigsten Situationen. Zusammen hielt das Team Christian im Zuspiel, der mit seiner Erfahrung viele richtige Entscheidungen im Aufbauspiel traf und so alle Spieler immerwieder gut in Szene setzen konnte.

Am Ende hatte der SVE Grumme beim 3:0 (25:17, 25:19, 25:22) ebenso keine Chance wie die anderen Teams in der Rückrunde.

Kommentar: "Mit sechs Siegen in sechs Spielen und 17:1 Sätzen in der Rückrunde haben wir gezeigt, dass wir jeden in der 1.Stadtliga schlagen können. Schade, dass wir in der Vorrunde einige echt schwache Partien abgeliefert haben, nur gegen den späteren Absteiger Telstar III gewinnen konnten und so am Ende nicht mehr als den 3.Platz erreichen konnten. Letztlich waren unsere Spiele unser Training und so sind wir erst in der Saison auf dem teilweise echt guten Stadtliga-Niveau immer besser geworden. Eigentlich schade, dass es jetzt vorbei ist."

Etwas ärgerlich waren die nach Spielende aufkommenden Vorwürfe des Gastes, wie sich der TB Höntrop angeblich verhalten hatte. Zwar ist es richtig, dass der Ausrichter keinen Anschreiber hatte stellen können, aber anstatt ohne zu spielen wäre die Alternative gewesen, das Spiel erneut abzusagen. Der lange Zeitraum bis zur Findung eines Nachholtermins war nicht schön, aber zum einen in der Stadtliga eben keinewegs ungewöhlich und zum anderen gab es aufgrund der eben nicht vorhandenen eigenen Trainingszeit auch nicht so viele Optionen, da immer andere Höntroper Mannschaften aus der Halle komplimentiert werden mussten. Erst jetzt nach Ende der Saison standen mehr Zeiten zur Auswahl zur Verfügung. Zudem wurde in der Diskussion nicht nur unterschwellig der Eindruck vermittelt, dass es daneben viele weitere Punkte gab, die zu beanstanden waren. Auf Nachfrage war man aber auch nicht bereit oder in der Lage diese weiter zu konkretisieren. Darüberhinaus wurde die freiwillge und ehrenamtliche Aufgabe des Staffelleiters, die durch einen Höntroper Spieler wahrgenommen wird, in ihrer Art und Weise kritisiert. Auf das Angebot selbst einmal eine derartige Aufgabe zu übernehmen wurde nur mit Schweigen geantwortet. Insgesamt schade, dass hier offensichtlich der Frust über die wider Erwarten doch eingetretene Abstiegsrelegation auf diese Art und Weise zum Ausdruck kam. So gesehen ist es also doch nicht schade, dass es jetzt vorbei ist.


Jetzt den TBH unterstützen!