Ohne Verletzungssorgen, ohne große Personalprobleme - so war der Übergang aus der Vorbereitung in die Wettkampfphase schon lange nicht mehr. Personell konnten wir uns also nicht beklagen, der Konkurrenzkampf auf den jeweiligen Positionen ist real. Eine komfortable Ausgangssituation für jeden Trainer. Die erste Auswärtsfahrt der Saison fühlte sich fast wie ein Heimspiel an. Die sehr kurze Anfahrt für das Samstagabendspiel war mit Sicherheit ein Pluspunkt für alle Beteiligten.
Ein Lokalderby zum Saisonstart birgt seine Vor- und Nachteile. Alle Spielerinnen wirkten etwas angespannt und nervös, die Halle war im Vergleich zu sonst klein und eng, insgesamt war es recht laut durch die zahlreich erschienenen Zuschauer auf dem Oberrang. Wir starteten gut ins Spiel und konnten uns direkt mehrere Punkte absetzen. In der Mitte des ersten Satzes fingen wir jedoch an, etwas nachlässiger zu werden, sodass Telstar wieder ausgleichen konnte. Das Spiel war geprägt von langen Rallys, bei denen jeweils erst spät jemand einen Fehler oder einen konsequenten Angriff machte. So war es ein echter Krimi zum Ende des ersten Satzes, in dem wir aber zum Schluss noch einmal etwas mehr Qualität abrufen konnten und den Sack zu machten.
Satz Nummer Zwei verlief ähnlich. Lange Spielzüge, viele Fehler und wenig schnelle konsequente Punkte. Beide Mannschaften spielten gut Block-Abwehr und kämpften um jeden Ball. Es war wirklich viel Kampf, der oft auf Kosten der Genauigkeit in den einzelnen Aktionen ging. Zwischendrin gab es jedoch auch immer wieder gute Einzelaktionen zu sehen. Einen wirklichen Rhythmus konnte jedoch kaum ein Team aufbauen. So setzten wir uns erst zum Ende des Satzes entscheident ab und konnten 2:0 in Führung gehen.
Satz Nummer Drei setzte fort, was vorher begonnen wurde. Der einzige Unterschied: Dieses Mal war es Telstar, die zum Ende konsequenter spielten. Wir hingegen machten zwei Fehler zu viel und verschuldeten damit selbst die Verlängerung.
Im vierten Satz konnten wir dann doch endlich etwas von unserer eigentlichen Qualität abrufen. Wir reduzierten unsere Fehler deutlich und konnten so viel mehr Druck aufbauen, was sich am Ende im Ergebnis zeigte.
Am Ende gewinnen wir verdient das erste Saisonspiel. Es war ein Kampf, in dem wir nur punktuell unsere Qualität zeigen konnten. Dies war einerseits sicherlich der Nervosität des ersten Spieltags geschuldet, andererseits hatten wir auch unsere Probleme mit der guten Block-Abwehr des Gegners. Unterm Strich feiern wir die ersten drei Punkte der Saison und blicken positiv auf unser erstes Heimspiel gegen den anderen Aufsteiger aus Minden.




